Nov.
07.

Kommentare:0   Kategorie: Fotobuch Tipps, Tags: Fotobuch Tipps

Der heutige Gastbeitrag über Hochzeitsbücher ist von Jana, Fotografin aus Berlin. Viel Spaß beim Lesen.

Der schönste Tag im Leben zweier liebender Menschen. Ein Versprechen sein Leben von jetzt an gemeinsam zu verbringen – einfach ein ganz besonderer Tag. Dieses Ereignis in Bildern fest zu halten ist  allein schon eine große und vor allem anspruchsvolle Aufgabe. Einige Hochzeiten durfte ich als Fotografin bereits begleiten. Danach habe ich meist als Erinnerung und kleines nachträgliches Geschenk für das Brautpaar ein Fotobuch erstellt. Gern möchte ich euch in meinem folgenden Beitrag eines meiner Hochzeitsbücher vorstellen, allgemeine Gestaltungstipps sowie ein paar Ideen und Anregungen geben.

Das Hochzeitsfotobuch - eine ganz besondere Erinnerung.

Die Vorbereitung

Auswahl der Bilder und Struktur

Natürlich können nicht alle Bilder des Tages im Buch Platz finden. Eine klare Vorauswahl ist also absolute Voraussetzung für die Gestaltung. In das Buch sollten nur die besten Bilder - unscharfe, zu dunkle, verwackelte Bildern sind auf jeden Fall nicht geeignet.

Als erstes habe ich die Bilder chronologisch und thematisch nach den verschiedenen Programmpunkten des Tages, wie zum Beispiel Paarbilder/ Standesamt/ Freie Trauung/ Gruppenbilder/ usw. Schließlich soll ein Fotobuch auch eine Dokumentation des Hochzeitstages und nicht nur ein buntes durcheinander von allen Bildern werden.

Für einige Programmpunkte des Hochzeitstages gibt es sicher mehr für andere weniger Bildmaterial. So habe ich mir weiterhin überlegt, wie viele Seiten ich pro Thema benötige. Das kann man sich vorab einmal auf einem Papier aufmalen beziehungsweise aufschreiben und dies als Orientierung nutzen.

  • Investiert man ein bisschen mehr Zeit in die Vorarbeit (Fotoauswahl, Sortierung, Vorüberlegung, Seiten-Struktur), ist die Arbeit bei der Gestaltung viel leichter und geht schneller von der Hand.

 

Auswahl Material/Format

Als Format eignet sich jedes angebotene Maß. Ob quer, hoch oder quadratisch – alles was gefällt ist erlaubt. Allerdings würde ich empfehlen ein nicht zu kleines Format zu wählen, sonst kommen die Bilder nicht richtig zur Geltung.

Beim Material habe ich mich bis jetzt immer für ein mattes Cover entschieden. Einfach, weil ich persönlich finde, dass dieses hochwertiger und edler wirkt. Möglich ist aber natürlich auch ein glänzender Umschlag für ein Hochzeitsbuch – je nach Geschmack. Bei den Innenseiten kommt es ebenfalls darauf an, was einem eher zusagt.

Mein Beispiel-Buch:

  • Format: 28 x 19 cm (quer)
  • Cover: matt
  • Innenseiten: matt

Das Hochzeitsfotobuch - eine ganz besondere Erinnerung.

Die Gestaltung

Das Cover

Der Titel des Buches sollte auf jeden Fall schon ein Hingucker sein und direkt erkennen lassen, dass es sich um ein Hochzeitsalbum handelt. Ob ein großes, ausdrucksstarkes Bild des Brautpaares, eine Detailaufnahme der Ringe, des Brautstraußes oder ein Schriftzug als Titel - hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich bei meinen Buch für eine Mischung aus Schrift und Bild entschieden. Dieses habe ich vorab selbst in einem Bildbearbeitungsprogramm erstellt und dann in der Software eingesetzt.

Weiterhin wird mit dem Titel auch der Stil des ganzen Buches festgelegt und eingeleitet. Teilweise stehen Hochzeiten unter einem bestimmten Motto, haben eine besondere Farbe oder etwas Anderes, das sich wie ein roter Faden durch den Tag zieht. Das sollte natürlich ebenfalls eine Rolle im Hochzeitsalbum spielen und hilft im Buch einen Stil zu finden. Ob elegant, verspielt, klassisch oder traditionell – vieles ist möglich. Das bringt uns zum nächsten Thema.

 

Die Innenseiten

Zweifellos hat jeder einen eigenen Geschmack und andere kreative Ideen für das Design seines Buches. Trotzdem ist es ratsam eine klare Linie und ein paar Gestaltungsregeln einzuhalten.

Aufmerksamkeit und Interesse sind immer größer, wenn ein klarer Stil erkennbar ist und das Buch insgesamt harmonisch wirkt. Bei der Gestaltung gilt es also Schwerpunkte und Akzente zu setzen, damit eine gewisse Spannung zu erzeugen und diese bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten.

Während des Prozesses sollte man sich immer wieder auf die Geschichte besinnen, die man mit dem Buch erzählen möchte und überlegen, welche Fotos, Gestaltungselemente und Texte tatsächlich notwendig sind, um seinem Stil und den roten Faden zu verfolgen und deutlich zu machen.

Schlägt man ein Buch auf, sieht man sofort, dass die rechte und linke Seite immer auf einander abgestimmt sind und miteinander harmonieren. Man sollte sich also stets bei der Gestaltung auf eine ganze Doppelseite konzentrieren und auf dieser sich möglichst nur einem Thema zu widmen. Das Saal-Digital Buch hat außerdem eine Panoramabindung, was bedeutet, dass die Bilder in der Mitte keinen unschönen Knick erhalten und man ggf. einen Teil des Fotos gar nicht mehr sehen kann. Daher ist das Fotobuch bestens dafür geeignet einige besonders schöne Bilder auch vollflächig über eine Doppelseite zu platzieren.

Weiterhin ist es wichtig Seiten nicht mit Bildern zu überladen. Weniger ist eben manchmal mehr. Es gibt keine Faustregel, wie viele Bilder auf einer Seite sein sollen/müssen. Es können durchaus auf einigen Seiten besonders eindrucksvolle Aufnahmen allein stehen. Möglich sind aber ebenso Collagen aus mehreren zueinander passenden Fotos. Wenn es irgendwann zu viele Bilder pro Seite werden und man fast nicht mehr weiß, wo man zuerst hinschauen soll, sollte man überlegen, ob es nicht Sinn macht eine weitere Seite anzulegen und die Bilder aufzuteilen.

Übersichtlichkeit ist ein weiterer wichtiger Punkt, da das Buch sich auch ohne Moderation selbst erklären sollte. Dies kann man mit den zuvor festgelegten Themen und kleinen Überschriften oder Bildunterschriften schaffen. Eine weitere Idee wäre es die Programmpunkte des Tages mit kleinen Sprüchen oder Zitaten einzuleiten. Zum Beispiel eine Textstelle aus dem Lied des Brautpaares, ein Zitat des Standesbeamten/ Pastor/ Pfarrer zum Brautpaar, ein Teil aus der Rede des Brautvaters oder oder oder . Hier ist vieles möglich und gibt dem Ganzen eine sehr persönliche Note.

Das Hochzeitsfotobuch - eine ganz besondere Erinnerung.

Gestaltungselemente, Bilder und Schriften farblich, thematisch und auf einander abzustimmen, ist leichter gesagt als getan und verlangt sowohl bei der Bildauswahl als auch bei der Gestaltung einiges an Fingerspitzengefühl. Hilfreich können dabei die in der Software angebotenen Vorlagen sein. Hiermit muss man dann lediglich nur noch die Platzhalter mit den entsprechenden Bildern füllen. Ich habe diese ebenfalls als Orientierung für einige Seiten in meinem Buch genutzt. Praktischer Weise sind diese Vorlagen nicht statisch sondern können selbst noch umgeordnet und verändert werden. Man ist also nicht streng daran gebunden, sondern kann das Layout trotzdem noch seinen ganz persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen anpassen. Unbedingt sollte man die angebotenen Hilfsmittel und Tools zur Platzierung von Elementen benutzen z.B. Bilder auf einer Seite zentrieren, einheitliche Abstände zwischen Bildern, Bündigkeit von Bild und Schrift, usw.

Die Software bietet natürlich noch viele andere Möglichkeiten für Gestaltungselemente z.B. Hintergrundbilder/ Transparenz/ Schriftarten/ Formen etc. Dazu allerdings ein wichtiger Hinweis: kreativ sein bedeutet nicht möglichst viele oder sogar alle dieser Möglichkeiten im Buch irgendwo zu nutzen. Gezielte Auswahl, Harmonie und eine klare Linie sind dabei wieder die Schlüsselwörter.
Bei Amateuren gern verwendet, bei professionellen Gestaltern und (in den meisten Fällen), als echtes No-Go betrachtet, sind dabei besonders schräge/ verzerrte oder sich überlappende Bilder. All das vermittelt Unruhe und Durcheinander, lenkt ab und wirkt somit nicht besonders professionell und geschmackvoll.

Zusammenfassung der Hinweise zur Gestaltung:

  • Einem Stil treu bleiben
  • Doppelseiten immer als Gesamtbild betrachten
  • Seiten nicht überladen
  • Seiten harmonisch gestalten (Bildauswahl, Schrift, Gestaltungselemente)

Vielen Dank an dieser Stelle auch noch an das Brautpaar, welches mir erlaubt hat die Bilder hier zu veröffentlichen.

Jana Götze

 

Vielen Dank an Jana für diesen tollen Gastbeitrag über die Gastaltung eines Hochzeitsfotobuchs.

Besucht Janas Blog: janagoetze.wordpress.com

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